Unser verlängertes Maiwochenende haben wir, wie bekannt, in Rotterdam verbracht. Für dieses Wochenende hatten wir über Secret Escape ein Zimmer mit sogenannter Sunrise View im Nhow Hotel Rotterdam reserviert. Dementsprechend kommt jetzt hier unsere Hotelbewertung zum Nhow Hotel Rotterdam.

Das Nhow Rotterdam ist ein Designhotel mit 278 Zimmern. Es befindet sich in einem Business Komplex in den Wilhelminakaden und ebenfalls direkt am Kreuzfahrtterminal von Rotterdam. Fußläufig kann man innerhalb von wenigen Minuten folgende Sehenswürdigkeiten erreichen: Erasmusbrücke, Hotel New York & die Fenix Food Factory. In unmittelbarer Umgebung befindet sich eine Metrostation und ebenfalls eine Straßenbahnhaltestelle um ins Zentrum zu gelangen.  Das Auto lässt man in Rotterdam besser im Parkhaus stehen, da Parkplätze in der Stadtmitte sehr rar und teuer sind. Das Nhow Hotel hat eine Kooperation mit der direkt angeschlossenen Tiefgarage von Q-Park, somit kann man hier für 25€/Tag vergünstigt, sein Auto parken.  Parkplätze waren zu unserem Aufenthalt ausreichend vorhanden.

Der Checkin im Hotel verlief sehr zügig. Innerhalb von 5 Minuten hatten wir unsere Zimmerkarten und alle wichtige Informationen, die das Hotel betreffen, erhalten. Wir bekommen Zimmernummer 1616 und machen uns auf den Weg zu den Aufzügen, die sich in unmittelbarer Nähe der Rezeption befinden. Um zu unserer Etage zu gelangen, müssen wir im Aufzug zuerst die Zimmerkarte in den dafür vorgesehenen Schlitz stecken und können nur dann unsere Etage auswählen. Ein guter Sicherheitsaspekt den wir auch von anderen internationalen Hotelketten kennen.

Unser Zimmer 1616:

Das Hotel bietet diverse Zimmertypen zur Auswahl an, wir haben ein Zimmer mit Sunrise View reserviert und dieses auch erhalten. Die Zimmer mit Sunrise View befinden sich in den oberen Stockwerken und bieten eine Aussicht über die Vororte von Rotterdam. Wer einen Ausblick auf die Erasmusbrücke, die Stadt und die Maas haben möchte, muss ein Zimmer mit Sunset View buchen (Aufpreis zu unserem Reisezeitpunkt ca. 30€/Nacht). Für die Übernachtung mit Frühstück im Doppelzimmer Sunrise View haben wir 119€/Nacht inklusive Frühstück bezahlt. Ein sehr guter Preis, den wir so günstig nur bei Secret Escapes gefunden haben, durchschnittlich kostet eine Übernachtung ca. 160€. Einziger Nachteil bei Secret Escapes sind die sogenannten Prepaid Raten, einmal gebucht, kann man keine Änderungen oder Stornierungen mehr vornehmen. 

In unserem Zimmer angekommen, stellen wir fest, die Innenraumgestaltung und das Design ist sehr puristisch. Der Raum selbst wirkt sehr kalt, durch die grauen Betondecken und die dunklen Schränke fehlt uns ein bisschen die Gemütlichkeit. Das Badezimmer befindet sich nur durch Glaswände vom Zimmer abgetrennt. Uns war dies durchaus bereits vorher bewusst, was jedoch nicht heißt, dass wir einen Gefallen an diesem Badezimmerdesign finden.

Als weitere Sitzmöglichkeit gibt es im Zimmer einen sogenannten Loveseat (einen etwas breiteren Sessel) und einen Hocker/Stuhl mit einer winzig kleinen Lehne. Für uns steht fest, auch wenn es vom Design her alles stimmig aussieht, der Komfort ist hier eindeutig auf der Strecke geblieben. Der Loveseat ist nicht für ein paar gemütliche Stunden auf der Couch geeignet und auch der Hocker eignet sich nicht, um am Arbeitsplatz eine optimale Sitzposition einzunehmen. Hier wäre es sicher angenehmer gewesen, ein Designersofa und einen Schreibtischstuhl vorzufinden.

Kommen wir nun zu den Aufbewahrungsmöglichkeiten: Auch die Schrankfächer lassen sehr zu wünschen übrig, zum Hängen von Kleidung gibt es lediglich 6 Bügel und auch Schubladen oder andere Abstellflächen sind sehr rar.

Ein für uns positiver Aspekt ist die Nespresso Maschine mit 6 kostenfreien Kapseln, die täglich aufgefüllt werden. Die Minibar kann man sehr gut auch für seine eigenen Getränke nutzen, da ausreichend Platz vorhanden ist und diese auch im Kühlschrank belassen werden.

Das Boxspringbett mit den diversen Kissen ist sehr bequem, hier gibt es nichts zu meckern.

Was jedoch auch nicht optimal gelöst ist, ist die Klimaanlage. Im Gegensatz zu anderen Hotels kann man hier nicht die Gradzahl selber variieren, sondern man kann nur aus den Einstellungen +/- 3 Grad wählen. Eine Anzeige für die Raumtemperatur fehlt somit komplett. Uns ist es leider nicht gelungen, die optimale Einstellung zu finden. So sind wir, in der ersten Nacht mit einer Eisnase aufgewacht und in der zweiten Nacht hatten wir eine Sauna. Zur manuellen Belüftung des Zimmers steht noch ein klitzekleines Fenster zur Verfügung, dass in der Fensterfront eingebaut ist und max. 15 cm geöffnet werden kann.

Der Fernseher ist in dem großen Spiegel verbaut, somit wurde auch hier designtechnisch alles richtig gemacht, damit es gut aussieht. Jedoch auch hier lässt die Funktionalität zu wünschen übrig. Bei Tageslicht ist das Bild kaum zu erkennen. Bei Sonneneinstrahlung erkennt man nur noch schemenhaft, was auf dem Bildschirm dargestellt wird.

Kommen wir nun zum Badezimmer, wie vorhin schon kurz erwähnt, befindet sich das Badezimmer, nur durch Milchglaswände und –türen vom restlichen Zimmer getrennt, mitten im Raum. Privatsphäre ist damit so gut wie überhaupt nicht vorhanden.

Die Dusche ist nur durch eine kurze Glaswand vom Rest des Badezimmers getrennt, somit spritzt auch während des Duschens das Wasser auf den kompletten Boden des Badezimmers.

Das Waschbecken und der dazugehörige Waschtisch ist sehr klein und auch hier gibt es überhaupt keine Ablagemöglichkeiten für seine mitgebrachten Toilettenartikel. Gut das wir wieder unsere Kulturtasche mit dem Aufhängehaken dabei haben. Somit können wir zumindest diese an der Fönvorrichtung einhängen, andernfalls hätten wir nicht gewußt, wo wir unsere Sachen hätten lagern sollen.

Das Problem mit der Aufbewahrung setzt sich auch bei den Handtüchern fort. Es befinden sich ausreichend Handtücher in dem dafür vorgesehenen Fach, aber wo soll man die nassen benutzten Handtücher aufhängen? Hier gibt es nur einen Gummiknauf, der mit einem Saugnapf an der Duschwand befestigt ist. Endresultat nach 5 Minuten der Gummiknauf fällt mit dem nassen Handtuch von der Wand auf den nassen Boden. Eine nochmalige Nutzung des Handtuchs entfällt somit.

Essen & Trinken:

Der Abend naht und somit entschliessen wir uns noch einen Drink in der Hotelbar einzunehmen, diese befindet sich im 7. Stockwerk und bietet jede Menge Sitzmöglichkeiten innerhalb der Bar und eine Dachterrasse mit Ausblick auf die Erasmusbrücke und die Stadt. Somit lautet hier unser Tip, spart Euch die 30€ Aufpreis pro Nacht für ein Zimmer mit Sunset View und nehmt lieber dafür ein paar Drinks an der Bar. Man kann hier wunderbar sitzen und den Blick über die Skyline geniessen. Für die Nachtschwärmer unter Euch, die Bar ist täglich bis 1 Uhr nachts geöffnet und am Wochenende sogar bis 2 Uhr nachts. Während unseres Aufenthaltes war die Bar immer gut besucht und wir haben teilweise nur mit Glück noch einen Sitzplatz in den bequemen Sesseln erhalten. Auch hier in der Bar hat man wieder eindeutig bemerkt, dass das Design Vorrang hatte. Auf den Barhockern konnte man unmöglich eine längere Zeit sitzen, aber vom Design her machten diese einen stylischen Eindruck. Die Aufmerksamkeit des Barpersonals ließ manches mal zu wünschen übrig, von sehr freundlich bis unaufmerksam & unfreundlich haben wir hier an unseren Abenden alles erlebt. Die Preise für Bier & Wein waren im üblichen Preissegment einer Hotelbar. Cocktails fanden wir teuer, hier geht es vom Preis her erst bei 11€ los.

Wie oben schon erwähnt, war in unserem Zimmerpreis das Frühstücksbuffet inkludiert. Ansonsten muss man 19,90€/Person bezahlen. Ein sehr positiver Aspekt sind die Frühstückszeiten montags-freitags gibt es ein sogenanntes Early Bird Frühstück von 5-7 Uhr und das normale Frühstück ist von 7.00-10.30 Uhr erhältlich. Am Wochenende gibt es das Frühstück von 7.30-12.00 Uhr. Es besteht hier also kein Grund sich fürs Frühstück extra den Wecker zu stellen. 

Bei unserem Frühstück am ersten Morgen wurde uns auch klar, warum diese langen Frühstückszeiten angeboten werden. Der Bereich, wo das Frühstück serviert wird, ist die Bar und das angrenzende Restaurant, somit stehen extrem wenig Tische zur Verfügung. Das führt dazu, dass man, wenn man Pech hat sein Frühstück an der Theke der Bar einnehmen muss. Auf den wiederum unbequemsten Barhockern, die wir jemals ausprobiert haben. 

Das Frühstücksbuffet an sich würden wir als typisch holländisch bezeichnen. Es gibt ein paar Brötchensorten zur Auswahl. Was uns hier nicht so sehr gefallen hat, war die Weise wie diese angerichtet wurden. Auf einer Europalette mitten im Frühstückssaal. Die Wurst- und Käseauswahl war auch sehr beschränkt, lediglich jeweils zwei Sorten. Eine Omelettstation war ebenfalls vorhanden. Die Auswahl für ein süßes Frühstück war größer, hier gab es Donuts, Muffins, Macarons, Croissants, etc.

Kaffee in allen Variationen musste man sich selber an den Vollautomaten zu bereiten, für uns generell kein Problem, aber wenn man sich hierfür erst einmal anstellen muss, da es nur 2 Automaten gibt und 10 Gäste vor einem sind, finden wir das sehr anstrengend. Auch fehlte ständig etwas und wurde nicht sofort wieder aufgefüllt. Beim einem Mal war es die Tasse, beim nächsten Mal fehlten die kleinen Löffel und ein anderes Mal waren wir auf der Suche nach Zucker.

Das Beste am Frühstück war unserer Meinung nach die Getränkeauswahl. Es gab Smoothies & Säfte in allen Variationen. Sekt & sogar Bloody Mary wurde kostenfrei angeboten.

Das Personal war beim Frühstück überfordert, so beobachteten wir immer wieder, das die Tische nicht abgeräumt wurden und für die nächsten neuen Gäste nicht eingedeckt wurde. Am letzten Morgen unseres Aufenthaltes hat es uns vier Anläufe gekostet, um endlich Besteck zu erhalten, dies darf unserer Meinung nach in einem Hotel dieser Kategorie nicht passieren.

FAZIT:

Uns hat die Lage des Hotels sehr gut gefallen und trotz der negativen Designaspekte würden wir das Hotel bei einem guten Preisdeal jederzeit wieder buchen. Für Kreuzfahrer die von Rotterdam aus starten oder in Rotterdam ankommen, ist es sicherlich das optimale Hotel. Man benötigt kein Taxi und kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Probleme die Stadt & den Bahnhof erreichen. Die Nutzung und der tolle Ausblick von der Dachterrasse ist ebenfalls ein Aspekt, warum wir das Hotel wieder buchen würden. 

Was wir noch in Rotterdam erlebt haben, seht Ihr hier:

1 Comment

  1. Pingback: Ein Wochenende in der Heimatstadt Essen mal anders -> unser Aufenthalt im Atlantic Congress Hotel Essen - 1001Reisedetails.de

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: